Rückkehr namhafter Ex-Mitarbeiter bekräftigt KI-Initiative bei Meta Platforms

Hugo Barra leitete einst Oculus bei Facebook. Jetzt kehrt er zurück und bringt Know-how für KI-Agenten mit. Er wird Teil des Superintelligenz-Teams.

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Meta-Logo und Kopf eines weiblichen Roboters

(Bild: Below the Sky/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Meta Platforms hat sich ein weiteres KI-Start-up einverleibt. Mit dem erst 2024 gegründeten Führungsteam von Dreamer, das sich auf KI-Agenten spezialisiert, kehrt auch ein bekannter Ex-Mitarbeiter zurück zum Facebook-Konzern. Hugo Barra führte einst Metas Virtual-Reality-Sparte, verließ das Unternehmen aber vor rund fünf Jahren. Nun kommt er als KI-Experte zurück, was den jüngsten Strategiewechsel bei Meta Platforms verdeutlicht: weniger Virtual Reality – mehr künstliche Intelligenz.

Hugo Barra war bei Google eine der führenden Figuren bei der Entwicklung des Betriebssystems Android, wechselte 2013 aber zu Xiaomi und wurde Vizepräsident für globale operative Angelegenheiten beim chinesischen Elektronikkonzern. Anfang 2017 kehrte er in die USA zurück und wurde Oculus-Chef bei Facebook. Nachdem er Meta Platforms im Mai 2021 verlassen hatte, gründete er 2024 Dreamer, unter anderem mit David Singleton, dem ehemaligen Technikchef von Stripe, einem Zahlungsabwickler, der kürzlich Interesse an einer Übernahme von PayPal bekundet hat.

Bei Dreamer haben sie ein Betriebssystem für KI-Agenten und agentische Apps entwickelt, wie Hugo Barra letzten Monat bei LinkedIn verkündete. Dabei haben sie auf Erfahrungen früherer Tätigkeiten aufgebaut, etwa mit den Betriebssystemen Symbian, Android und ChromeOS sowie Software für die VR-Headsets von Oculus, die jetzt als Quest vermarktet werden. Diese KI-Plattform hat offenbar das Interesse von Meta Platforms geweckt. Denn diese Woche erklärte David Singleton bei X, dass er sich zusammen mit seinem Team um Hugo Barra den „Superintelligence Labs“ bei Meta Platforms anschließt.

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Meta Platforms hat sich bislang nicht zu dieser Vereinbarung geäußert, aber offenbar handelt es sich nicht um eine komplette Übernahme von Dreamer. Denn laut Singleton wechseln die Dreamer-Mitarbeiter als Teil einer Lizenzvereinbarung zum Facebook-Konzern. Dazu gehört auch Nicholas Jitkoff, der zuvor bei Figma, Dropbox, Google und ebenfalls bei Meta Platforms gearbeitet hat. Jetzt ist er bei Dreamer für das Design zuständig.

Eine ähnliche Vereinbarung hatte der Facebook-Konzern letztes Jahr auch mit Scale AI geschlossen. Dies war ebenfalls keine Übernahme, aber Meta investiert 14,3 Milliarden US-Dollar für 49 Prozent von Scale AI. Dafür wechselte der Gründer und CEO, Alexandr Wang, zu Meta und übernahm die Leitung der damals neu gegründeten Superintelligence Labs. Alexandr Wang ist bereits mit seinen neuen Dreamer-Kollegen vernetzt und hieß sie in einem Kommentar auf Singletons Beitrag zu Metas KI-Team willkommen.

Die Stärkung des Superintelligenz-Teams ist ein weiterer Schritt für Meta Platforms zu einer KI-Koryphäe. Während der Konzern beim hochdefizitären Metaverse spart und echte Kündigungen bei der virtuellen Realität veranlasst, investiert Meta stärker in KI. Nach der Gründung der Superintelligence Labs begab sich Meta auf Einkaufstour und lockte weitere KI-Experten zum Arbeitgeberwechsel. Kürzlich schluckte Meta die Moltbook-Plattform, was den Trend zu KI-Agenten verdeutlicht. Mit der Integration des Dreamer-Teams setzt Meta jetzt weiter auf Expertise agentischer KI.

(fds)